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Erdgasfahrzeuge im Aufwind

v.l.n.r. Jeff Rasquin (Verantwortlich für den Fuhrpark bei der Stadt Luxemburg), Jean Lucius (C.E.O. von SOTEG s.a.), Marco Hoffmann (Präsident des Verwaltungsrats von Soteg s.a.), Romain Hoffmann (Direktor von Aral Luxemburg), Etienne Schneider (Beauftragter Leiter der Generaldirektion für Energie im Wirtschaftministerium), Jo Simon (Direktor von Sudgaz s.a.), Nancy Kemp-Arendt (Abgeordnete), Roland Schreiner (Bürgermeister von Schifflange), Gilbert Giannessi und Jean-Paul Schmit (beide Soteg s.a.) und Will Hoffmann (Präsident des Verwaltungsrates von Sudgaz s.a.)

Im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten ist heute die dritte Erdgastankstelle Luxemburgs in Schifflange eröffnet worden. Romain Hoffmann von Aral Luxemburg ging einleitend auf die steigenden Verkaufszahlen ein: so konnte von 2006 auf 2007 ein Anstieg von 90% des getankten Erdgas verbucht werden und von 2007 auf 2008 ist noch einmal ein Anstieg von mindestens 50% zu erwarten. Diese Steigerung gibt die Entwicklung des Fuhrparks wieder, der in der Zwischenzeit auf über 130 Wagen gestiegen ist.

Im Namen von „Lëtzebuerg gëtt Gas“ (LGG) erläuterte Jean Lucius von Soteg die Entwicklung. Man habe wohl die Schwierigkeiten unterschätzt als man 2004 die beiden ersten Tankstellen (auf Findel und in Merl) eröffnete. Einerseits sei man auf administrative, andererseits auch auf technische Schwierigkeiten gestoßen. Seit der Gründung von LGG im Jahre 2005 habe man es allerdings fertig gebracht alle Beteiligten zusammen zu bringen und an einem Strang zu ziehen, so dass die nächsten Tankstellen in zügigem Rhythmus folgen werden. Er kündigte eine weitere Erdgastankstelle in Bascharage an, die noch vor Ende des Jahres in Betrieb gehen soll. Auch sei man guter Hoffnung 3 weitere in Remerschen, Wasserbillig und Lintgen im Laufe des Jahres 2009 in Betrieb nehmen zu können.
Neben den Tankstellen ist sicherlich auch das wachsende Angebot von Neuwagen, die ab Werk für Erdgas optimiert sind, entscheidend für die weitere Entwicklung. Reduktion von Schadstoffen, insbesondere CO2, sowie 30 bis 50% Preisvorteil beim Treibstoffverbrauch, sind sicherlich Argumente die immer mehr Kunden überzeugen.
Jean Lucius erinnerte an die staatliche Prämie von 750€ von der die meisten Erdgasautos profitieren, sowie die zusätzliche Prämie von 250€ von Soteg die noch bis Ende des Jahres gilt. Er machte einen Appell an die Vertreter von Gemeinden und Behörden mit gutem Beispiel voran zu gehen und Ergasautos den Vorzug zu geben. Jean Lucius bedankte sich bei Sudgaz und Luxgaz die sich an den Investitionen beteiligen. So ist Sudgaz Partner von Soteg in Schifflange und Bascharage, Luxgaz ist Partner in Remerschen, Wasserbillig und Lintgen. Bis die geplanten Tankstellen in Betrieb sind, wird die Branche insgesamt rund 1,5 Millionen € in den Bau investiert haben. Jean Lucius bedankte sich bei Aral für die gute Zusammenarbeit.

In Vertretung von Wirtschafts- und Energieminister Jeannot Krecké, den die internationale Finanzkrise in Brüssel zurückhielt, war es Etienne Schneider der den Standpunkt der Regierung vertrat. Er machte einen Appell an die übrigen Akteure des Treibstoffhandels sich neben Aral doch auch an diesem Zukunftsmarkt zu beteiligen und in Erdgastankstellen zu investieren. Er erinnerte daran, dass Erdgas neben den schon erwähnten Prämien, auch eine Sonderstellung bei der Besteuerung genieße. Der Mehrwertsteuersatz für Erdgas als Treibstoff beträgt statt 15 nur 6%, außerdem sei Erdgas gänzlich von der Akzisensteuer befreit. Im Rahmen des europäischen Programms zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien bekommt Erdgas eine wichtige Rolle, weil es die Infrastruktur und die Technik für die Verteilung von Bioerdgas liefert. Er nutzte die Anwesenheit von Will Hoffmann, der neben seinem Amt als Präsident des Verwaltungsrates von Sudgaz, auch Präsident von Minettkompost ist, um darauf hinzuweisen, dass schon bald die erste Produktionsstätte von Bioerdgas in Luxemburg in Betrieb genommen werden wird.

Abschließend war es noch einmal Romain Hoffmann von Aral der sich bei allen beteiligten Firmen bedankte und die Hoffnung äußerte, dass Erdgasautos auch bei der neuen Gesellschaft (Soteg, Cegedel und Saar-Ferngas befinden sich derzeit in Fusionsgesprächen) den Stellenwert haben werden, den sie in bis jetzt bei Soteg hatten.