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Einweihung der vierten Erdgastankstelle in Bascharage

Von links nach rechts: Jeannot Krecké, Jeannot Halsdorf, Romain Hoffmann und Lucien Lux, bei der symbolischen ersten Tankfüllung an der neuen Erdgaszapfsäule.
 

In Anwesenheit unter anderen von Wirtschafts- und Energieminister Jeannot Krecké, Umwelt- und Transportminister Lucien Lux und Bürgermeister Jeannot Halsdorf, wurde am  11 Februar in Bascharage die vierte öffentliche Erdgastankstelle eröffnet. Im Namen der Initiative „Lëtzebuerg gëtt Gas“ begrüßte Romain Hoffmann, Direktor von ARAL Luxemburg die zahlreichen Interessenten an diesem wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Treibstoff. Herr Hoffmann kündigte die nächsten drei Erdgastankstellen in Remerschen, Wasserbillig und Lintgen an. Er sei optimistisch, nach Erhalt der Genehmigungen in der Vorwoche, die Tankstelle in Remerschen noch vor Juni in Betrieb nehmen zu können.

Romain Hoffmann ging auf die Initiative „Lëtzebuerg gëtt Gas“ ein und gab möglichen Interessenten zu verstehen weitere Mitglieder im gemeinnützigen Verein seien stets willkommen. Er appellierte desweiteren an die Vertreter von Staat, Gemeinden und aus dem Handwerk die in der Nähe einer Erdgastankstelle liegen, von dem alternativen Kraftstoff Gebrauch zu machen und Erdgasfahrzeuge zu bevorzugen.

Romain Hoffmann bedankte sich bei Soteg und Sudgaz für die hervorragende Zusammenarbeit beim Bau der Station und erinnerte welchen Effekt die Ausbreitung des Tankstellennetzes auf die Zahl der Erdgasfahrzeuge hat. Allein 2008 hat sich der Erdgasfuhrpark, auf nunmehr über 150 Fahrzeuge, verdoppelt. Im Namen von „Lëtzebuerg gëtt Gas“ appellierte Romain Hoffmann an die Vertreter der Regierung, diese möge sich doch auch finanziell am Ausbau des Erdgastankstellennetzes beteiligen.

Wirtschaftsminister Jeannot Krecké erinnerte daran welch wichtige Rolle  Erdgas in der Reduzierung von CO2 und weiterer Schadstoffe spielt. Er erwähnte, dass die Vorreiter dieser Technologie in Argentinien, Brasilien, Pakistan und näher bei uns auch in Italien zu finden sind. Was staatliche Hilfen anbelangt, erwähnte der Minister, dass der günstige Preis von Erdgas an der Zapfsäule zustande käme weil die Mehrwertsteuer auf 6% begrenzt sei und keinerlei Akzisensteuer erhoben würde. Herr Krecké bedankte sich bei ARAL Luxemburg für die Vorreiterrolle die ARAL in der Erdgastechnologie spielt, alle sich in Betrieb und in Planung befindlichen Erdgastankstellen, sind Aral Tankstellen. Er versprach auch bei den anderen Vertretern der Mineralölindustrie zu intervenieren, um weitere Akteure zu überzeugen sich am Ausbau des Netzes zu beteiligen.

Als Umweltminister war Lucien Lux froh den Anwesenden mitteilen zu können, dass die Regierung sich dazu entschlossen hat den Ausbau des Erdgastankstellennetzes über den Kyotofonds zu unterstützen. Er teilte auch mit, dass 2 Biomethanproduktionsstätten, der Minettkompost und die Station in Kehlen, an das Erdgasnetz angeschlossen würde und diese Zufuhr erneuerbarer Energie ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Kyotoziele habe. Wenige Tage nach Ende des Autofestivals sei der Erfolg der staatlichen Maßnahmen nicht mehr von der Hand zu weisen. Wurden 2004 3.500 Fahrzeuge mit weniger als 120gr CO2/km verkauft, so hat diese Zahl sich 2008 fast verdreifacht und ist über 10.000 Fahrzeuge hinaus gewachsen. Ein Beweis, dass Programme zur Reduzierung von CO2, wie CARe und CARe+, erste Erfolge aufzuweisen haben.

Als Transportminister sprach Lucien Lux vom umfangreichen Investitionsprogramm der Regierung um den Anteil des öffentlichen Verkehrs im Modalsplit auf 25% zu heben. Derzeit liegt dieser noch zwischen 16 und 17%. Wie auch immer sich der öffentliche Transport verbessert müsse man auch weiterhin mit einen sehr hohen Anteil an Individualverkehr auskommen und deshalb solle dieser durch weniger Kraftstoffverbrauch und niedrigere Emissionen ins Gewicht fallen.